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Herrlichst Berater

Anal für Anfänger: So gelingt der Einstieg

Anal-Sex oder Anal-Toys interessieren dich, aber du weißt nicht, wie du anfangen sollst? Dieser Berater erklärt dir entspannt und ohne Leistungsdruck, worauf es beim Einstieg ankommt – von Gleitgel und Entspannung bis zum passenden ersten Anal-Toy.

5 Min. Lesezeit Von der Herrlichst Redaktion
Anal für Anfänger: So gelingt der Einstieg AI-Illustration
Kurz gesagt

Für den Einstieg in Anal-Sex gilt vor allem: langsam anfangen, ausreichend Gleitgel verwenden und nur so weit gehen, wie es sich angenehm anfühlt. Kleine, schlanke Anal-Toys mit sicherem, breitem Fuß eignen sich besonders gut zum Ausprobieren. Größe und Intensität kannst du später steigern – beim ersten Mal geht es nicht darum, möglichst viel zu schaffen, sondern herauszufinden, was sich für dich gut anfühlt.

Analstimulation kann sich völlig anders anfühlen als die direkte Stimulation des Penis – und genau deshalb macht sie viele Männer neugierig.

Für den Einstieg brauchst du weder besonders große Toys noch komplizierte Techniken. Viel wichtiger sind Zeit, Entspannung, ausreichend Gleitgel und ein langsames Tempo.

Du musst außerdem kein bestimmtes Ziel erreichen. Beim ersten Ausprobieren geht es vor allem darum herauszufinden, was sich für dich angenehm anfühlt.

Warum kann Analstimulation überhaupt angenehm sein?

Der Bereich rund um den Anus besitzt viele empfindliche Nervenenden. Bei Männern kommt zusätzlich die Prostata hinzu, die über den Enddarm stimuliert werden kann.

Das bedeutet aber nicht, dass du sofort gezielt die Prostata stimulieren musst.

Schon Berührungen rund um den Anus oder ein kleines Anal-Toy können sich intensiv anfühlen. Du kannst also ganz in deinem eigenen Tempo herausfinden, welche Art der Stimulation dir gefällt.

Der wichtigste Tipp: Fang klein an

Beim Analspiel ist größer nicht automatisch besser.

Gerade am Anfang sind kleine und schlanke Toys meistens angenehmer, weil sich dein Körper langsam an das neue Gefühl gewöhnen kann.

Ein gutes Einsteiger-Toy sollte:

  • einen eher kleinen Durchmesser haben,
  • eine glatte oder sanft zulaufende Form besitzen,
  • aus einem angenehmen Material bestehen,
  • und einen deutlich verbreiterten Fuß oder eine andere sichere Begrenzung besitzen.

Der letzte Punkt ist besonders wichtig: Toys für die anale Anwendung sollten so gestaltet sein, dass sie nicht vollständig in den Körper gelangen können.

Entspannung ist wichtiger als Kraft

Der Schließmuskel reagiert auf Anspannung.

Wenn du versuchst, ein Toy gegen Widerstand einzuführen, wird es deshalb meistens nicht angenehmer, sondern unangenehmer.

Nimm dir Zeit. Beginne zunächst mit Berührungen von außen und steigere die Stimulation langsam.

Wenn dein Körper noch nicht bereit ist, ist das kein Problem. Eine Pause kann wesentlich sinnvoller sein als zu versuchen, etwas zu erzwingen.

Gleitgel gehört beim Analspiel dazu

Der Analbereich produziert keine eigene natürliche Gleitflüssigkeit. Deshalb ist Gleitgel beim analen Spiel besonders wichtig.

Es reduziert die Reibung und macht das Einführen von Fingern, Penis oder Toys angenehmer.

Für den Einstieg ist wasserbasiertes Gleitgel besonders unkompliziert, weil es mit praktisch allen Toy-Materialien und Kondomen verwendet werden kann.

Silikonbasiertes Gleitgel hält meist länger und kann für Anal-Sex ebenfalls angenehm sein. Bei Toys aus Silikon solltest du allerdings vorher prüfen, ob Hersteller und Gleitgel miteinander kompatibel sind.

Und wenn es zwischendurch nicht mehr ausreichend gleitet: einfach nachlegen.

Welches Anal-Toy eignet sich für Anfänger?

Für viele Einsteiger ist ein kleiner Analplug eine gute Möglichkeit, Analstimulation kennenzulernen.

Ein Plug besitzt normalerweise eine schmale Spitze, wird zur Mitte hin etwas breiter und endet in einem schmaleren Hals mit einem breiten Fuß.

Dadurch kannst du ihn langsam einführen und anschließend im Körper lassen, ohne ihn ständig bewegen zu müssen.

Alternativ gibt es kleine Analstimulatoren oder flexible Toys, die stärker auf Bewegung ausgelegt sind.

Welches davon besser passt, hängt davon ab, was du ausprobieren möchtest.

Analplug oder Prostata-Toy?

Beide Toy-Arten können anal eingeführt werden, verfolgen aber nicht ganz dasselbe Ziel.

Ein Analplug erzeugt vor allem ein Gefühl von Druck, Fülle und Stimulation im Analbereich.

Ein Prostata-Toy ist dagegen meist so gebogen, dass es gezielt in Richtung Prostata drückt.

Wenn du einfach erstmal Analstimulation kennenlernen möchtest, ist ein kleiner Plug häufig der unkompliziertere Einstieg.

Wenn dich speziell die Prostata interessiert, kannst du auch direkt ein kleines und eher sanft geformtes Prostata-Toy wählen.

Muss ein Anal-Toy vibrieren?

Nein.

Gerade beim ersten Ausprobieren kann ein Toy ohne Motor sogar hilfreich sein. Du kannst dich dann ganz auf Druck, Position und Bewegung konzentrieren.

Wenn dir Vibration grundsätzlich gefällt, kann ein vibrierender Plug oder Prostata-Stimulator allerdings zusätzliche Reize bieten.

Vibration ist also keine Voraussetzung – sondern einfach eine weitere Möglichkeit.

Wie führe ich einen Analplug ein?

Mach es dir zunächst bequem und gib ausreichend Gleitgel auf das Toy und den Analbereich.

Setze die Spitze vorsichtig an und erhöhe den Druck langsam.

Du musst das Toy nicht in einer einzigen Bewegung einführen. Gerade am Anfang kann es angenehmer sein, immer wieder kurz innezuhalten.

Ruhiges Atmen kann dabei helfen, weniger anzuspannen.

Sobald sich etwas schmerzhaft anfühlt, solltest du nicht einfach weitermachen. Zieh das Toy etwas zurück oder mach eine Pause.

Analstimulation darf intensiv sein – sie sollte aber nicht gegen deutlichen Schmerz erzwungen werden.

Wie lange sollte ein Plug drinbleiben?

Für den Einstieg gibt es keinen Wettbewerb und keine Mindestzeit.

Du kannst einen Plug nur einige Minuten ausprobieren und ihn wieder entfernen, sobald du genug hast.

Mit mehr Erfahrung bekommst du schnell ein Gefühl dafür, welche Dauer und welche Intensität dir gefallen.

Wichtiger als eine bestimmte Zeitangabe ist, dass sich das Toy während der gesamten Anwendung angenehm anfühlt.

Kann ich Anal-Toys beim Sex benutzen?

Ja.

Anal-Toys können sowohl alleine als auch gemeinsam verwendet werden.

Ein kleiner Plug kann beispielsweise während anderer sexueller Aktivitäten getragen werden. Manche Männer empfinden die zusätzliche Stimulation dadurch als besonders intensiv.

Gerade wenn mehrere Dinge gleichzeitig passieren, lohnt es sich allerdings, zunächst mit einem Toy vertraut zu werden, bevor du zusätzliche Stimulation kombinierst.

Was ist mit Kondomen?

Bei penetrativem Anal-Sex können Kondome das Risiko für sexuell übertragbare Infektionen reduzieren.

Auch ausreichend kondomverträgliches Gleitgel ist dabei wichtig, weil es Reibung reduziert.

Wenn du Toys mit anderen Personen teilst, solltest du außerdem auf sorgfältige Reinigung achten und je nach Toy und Nutzung ein Kondom über dem Toy verwenden.

Wie reinige ich ein Anal-Toy?

Reinige dein Toy nach jeder Benutzung entsprechend den Pflegehinweisen des Herstellers.

Wie genau ein Toy gereinigt werden kann, hängt unter anderem vom Material und davon ab, ob es wasserdicht ist.

Besonders bei Anal-Toys lohnt es sich deshalb, bereits beim Kauf auf eine unkomplizierte Reinigung zu achten.

Ein Toy sollte außerdem nicht direkt vom Analbereich an andere Körperöffnungen wechseln, ohne vorher entsprechend gereinigt oder ein verwendetes Kondom gewechselt zu haben.

Und wenn es beim ersten Mal nicht klappt?

Dann ist überhaupt nichts schiefgelaufen.

Vielleicht brauchst du mehr Zeit. Vielleicht war das Toy noch etwas zu groß. Vielleicht warst du nicht ausreichend entspannt – oder vielleicht stellst du einfach fest, dass Analstimulation nicht dein Ding ist.

Alles davon ist völlig okay.

Sexualität ist kein Trainingsplan, bei dem du bestimmte Stufen erreichen musst.

Kurz gesagt: Neugierig sein reicht völlig

Wenn du Analstimulation ausprobieren möchtest, brauchst du keine besonderen Fähigkeiten.

Für einen entspannten Einstieg reichen ein paar einfache Grundregeln:

  • klein anfangen,
  • ausreichend Gleitgel verwenden,
  • nur geeignete Toys mit sicherer Begrenzung benutzen,
  • langsam vorgehen,
  • und auf deinen Körper hören.

Alles Weitere kannst du Schritt für Schritt entdecken.

Denn das beste Tempo für dein erstes Anal-Abenteuer ist ziemlich einfach: deins.

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